Hellsinne. Mit den Händen hellfühlig zu sein ist das natürlichste auf der Welt. Ich berühre jeden Tag mit meinen Händen die Tierkörper und lasse meine Hände lesen. Ja, genau ich lasse meine Hände ihre Arbeit machen. Ich bin mir meiner Hände bewusst, nehme über sie alles wahr was das Tier mir zeigt. Wärme, Kälte, Spannung und oder Entspannung in den unterschiedlichen Gewebeebenen des Körpers. Festgehaltene, nicht herausgelassene Gefühle und deren Erfahrungen speichern sich ebenfalls im Gewebe ab. Die ganze Bandbreite der Emotionen können meine Hände erspüren. Alleine durch das erkennen, wahrnehmen und zulassen der Gefühle entsteht ein neuer Raum der Ganzwerdung im Tier. Manchmal sind diese Momente auch für mich sehr emotional, wenn auf einmal alte Gefühle der Traurigkeit über den Verlust eines Pferdefreundes auftauchen. Dann helfen hier meine Hände sanft den Raum zu halten, so dass alles wieder in den Fluss kommen kann. 

Viele die so etwas in einer Behandlung bei ihrem Tier erleben, sind hocherfreut über diese „Gabe“. Ich frage mich dann immer welche Gabe? Nur weil meine Hände und mein Inneres zuhören können? Jeder einzelne Mensch hat die Fähigkeit und die Begabung dazu. Jeder kann das trainieren und lernen. Die einen müssen etwas länger üben als andere, aber jeder kann es lernen! 

Somit streicht ohne Erwartung über den Körper eures Pferdes oder Hundes und nehmt wahr was ihr unter euren Händen spürt. Die Übung bringt euch ins Hier und Jetzt, ihr werdet gewahr und es ist der Anfang für die Schulung eurer Hellfühligkeit. Fragt bitte vorher achtsam euer Tier ob ihr es auf diese Art und Weise berühren dürft. Wenn es sich umdreht und geht respektiert es bitte. Es ist eine andere Weise in Kontakt zu gehen, bewusst halt 😉 Schreibt mir gerne eure Erfahrungen. 

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.