Du kannst noch so viele Fortbildungen sammeln, irgendwann kommt dieser Punkt in der Behandlung: Du hast alles „richtig“ gemacht, und trotzdem geht es nicht weiter. Dann taucht schnell der Gedanke auf, dass dir noch eine Methode fehlt. Noch ein Zertifikat. Noch eine Technik.
Mareen Denecke, Tierärztin und seit 16 Jahren in eigener Praxis für Energiemedizin, beschreibt genau diesen Moment als Wendepunkt. Ihre Erkenntnis trifft viele Therapeutinnen und Therapeuten mitten ins Herz: Der nächste Schritt ist oft nicht mehr Wissen, sondern mehr Vertrauen in die eigene Wahrnehmung.
„Und ehrlicherweise war ich irgendwann ein Stück weit frustriert, weil ich gemerkt habe: Die Technik bringt mich nicht weiter.“ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Hier ist die Sache: Technik kann viel. Aber sie ersetzt nicht den inneren Kompass, der dir im entscheidenden Moment zeigt, was jetzt wirklich dran ist.
Wenn „noch eine Technik“ nur kurz beruhigt: Das Muster hinter dem Fortbildungsdruck
Viele Menschen, die mit Tieren arbeiten, kennen diesen Reflex. Du stößt an eine Grenze, innerlich wird es eng, und dann kommt der Impuls: Ich brauche mehr Input. Mehr Tools. Mehr Sicherheit von außen.
Mareen benennt das sehr klar, inklusive der emotionalen Schicht darunter:
„Du versuchst dieses Gefühl von da fehlt etwas mit noch mehr Wissen aufzufüllen, vielleicht auch dieses eigene innere Gefühl von Unsicherheit, nicht kompetent genug zu sein.“ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Warum das so tückisch ist: Fortbildungen wirken tatsächlich. Du fühlst dich wieder stabiler, sortierter, professioneller. Nur bleibt das Grundthema oft unangetastet, das Vertrauen in dich selbst und in das, was du wahrnimmst, bevor du es „beweisen“ kannst.
Und dann geht die Schleife von vorne los.
Der Schlüssel für echte Bewusstheit: Wahrnehmung, innere Stimme, Intuition
Mareens zentrale Erfahrung ist nicht, dass Methoden überflüssig sind. Sie sagt etwas Differenzierteres und für viele Erleichterndes: Die Technik ist nicht der Engpass. Der Engpass ist, ob du dir erlaubst, deiner Wahrnehmung zu vertrauen und sie in die Arbeit hineinzunehmen.
„Das, was wichtig war in jeder Begegnung, das immer wichtiger wurde, war es auf meine Intuition, auf meine Wahrnehmung und meine innere Stimme zu hören und zu vertrauen.“ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Warum das in der Tiertherapie so stark wirkt: Tiere reagieren nicht auf deine Zertifikate. Sie reagieren auf Präsenz, Klarheit, innere Stimmigkeit. Und auch Tierhalter spüren, ob du „abspulst“ oder wirklich in Kontakt bist.
Mareen beschreibt, was daraus entstehen kann:
„Wenn du beginnst Deine Intuition und, dein inneren Stimme in die Behandlung mit einzubauen, entsteht ein anderer Begegnungsraum. Und es wird wahrgenommen vom Tier und vom Tierhalter. Sehr häufig haben sie keine Worte dafür. “ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Dieser Begegnungsraum ist oft der Punkt, an dem sich etwas löst, nicht weil du eine neue Technik ausgepackt hast, sondern weil du das Richtige im richtigen Moment ansprichst.
Das Mut-Thema: Wahrnehmung aussprechen, obwohl nicht jeder es versteht
Viele Therapeutinnen und Therapeuten haben gelernt, vorsichtig zu sein. Bloß nicht „zu spirituell“. Bloß nicht angreifbar. Bloß nicht komisch wirken. Mareen erzählt, dass sie am Anfang ihrer Selbstständigkeit Wahrnehmungen hatte, sie aber nicht aussprach.
„Ich habe was wahrgenommen und ich habe mich wirklich nicht getraut das dann auszusprechen, was meine Intuition mir gesagt hat.“ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Und dann kommt dieser innere Moment, den viele kennen. Dieses klare Wissen: Wenn ich jetzt nicht ehrlich bin, verrate ich etwas in mir.
„Und ich hab dann irgendwann gemerkt, Mareen, du musst das jetzt aussprechen!“ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Wichtig ist auch das, was danach passiert: Nicht alle können damit etwas anfangen. Das gehört dazu. Gleichzeitig entstehen genau dort tiefe, heilsame Berührungen.
„Genauso habe ich Menschen getroffen, die eins zu eins das bestätigt haben und sich dadurch, was ich ausgesprochen habe, berührt gefühlt haben.“ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Warum das für dich relevant ist: Wenn du deine Intuition klein hältst, hältst du oft auch deine Wirksamkeit klein. Und du trainierst dein System darauf, sich selbst zu misstrauen.
Selbstklärung als unterschätztes Profi-Werkzeug: Dein Energiesystem entscheidet mit
Ein Punkt, den Mareen sehr bodenständig anspricht: Intuition ist kein „Feature“, das einfach immer gleich gut funktioniert. Sie hängt an deinem Zustand. An deiner Klarheit. An dem, was in dir gerade laut ist.
„Je klarer dein eigenes System ist oder je klarer du dich selbst kennst, umso besser kannst du auch deinem Gegenüber wirklich begegnen.“ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Warum das so entscheidend ist: In einer Sitzung laufen viele Felder gleichzeitig. Dein eigenes, das des Tieres, das des Menschen. Wenn du nicht gut unterscheiden kannst, was zu dir gehört und was nicht, wirst du müde, verunsichert oder übernimmst Themen, die gar nicht deine sind.
Mareen formuliert es als praktische Frage:
„Welche Themen, die hier gerade angesprochen werden, gehören einfach nicht zu dir, sondern zu der Person, die hier gerade ist.“ (Mareen Denecke, Tierärztin für Energiemedizin)
Und dann kommt der blinde Fleck, der gerade bei begleitenden Berufen häufig ist: Du gibst Raum, aber vergisst dich selbst.
„Menschen, die andere Tiere oder andere Menschen begleiten, dürfen sich selbst immer wieder nähren und immer wieder in Phasen sich wirklich an die erste Stelle stellen.“
Das ist keine Wellness-Idee. Es ist Hygiene für dein Nervensystem und damit auch für deine Arbeit.
Was du ab jetzt konkret anders machen kannst (ohne noch eine Ausbildung zu buchen)
- Beobachte den Moment, in dem du „mehr Technik“ willst. Frage dich ehrlich: Suche ich gerade ein Werkzeug, oder suche ich Sicherheit?
- Übe, Wahrnehmung in kleinen Dosen auszusprechen. Nicht als absolute Wahrheit, eher als Angebot.
- Schaffe vor Sitzungen einen Mini-Check-in (2 Minuten reichen). Was ist gerade in mir los? Was brauche ich, um klar zu sein?
- Unterscheide bewusst: Was gehört zu mir, was gehört zum Gegenüber? Diese Frage allein kann viel Druck rausnehmen.
- Plane Selbstnährung wie einen Termin ein. Wenn du immer nur gibst, wird Intuition irgendwann leise, und der Leistungsdruck laut.
Wenn dich das Thema ruft und du therapeutisch mit Tieren arbeitest, bietet Mareen eine fünfmonatige Online-Gruppenbegleitung an, in der es genau darum geht: Methoden mit Intuition und innerer Stimme zu verbinden, ohne dass du zur Kopie von jemand anderem wirst.
„Diese Welt braucht authentische Menschen, die ihren eigenen Weg gehen.“ Das ist meine Meinung.
