Fühlst du dich manchmal abgeschnitten von deiner inneren Stimme? Du suchst nach Antworten, aber findest nur Anspannung? In diesem Beitrag erfährst du, warum deine Intuition eng mit deinem Nervensystem verknüpft ist und wie du den größten Blockademechanismus – die innere Härte – auflösen kannst.
Schön, dass du da bist. Vielleicht kennst du das Gefühl: Du möchtest einfach sein, zeitlos und verbunden mit dir selbst. Doch im Alltag scheint dieser Zugang oft wie verriegelt. In meiner aktuellen Podcast-Folge spreche ich über genau diesen Mechanismus, der dich immer wieder aus deiner inneren Wahrnehmung reißt.
Hier fasse ich die wichtigsten Erkenntnisse für dich zusammen, damit du wieder in den Fluss kommst.
Was ist Intuition wirklich?
Bevor wir darüber sprechen, was dich blockiert, lass uns definieren, was Intuition eigentlich ist. Für mich ist Intuition weit mehr als nur ein kurzer Gedanke. Es ist ein Gefühl von Fließen.
Intuition bedeutet:
- Informationen innerlich zu empfangen und sie auch wieder loszulassen.
- Innerlich weich und sanft zu werden.
- Eine Ganzkörperwahrnehmung zu spüren – oft verbunden mit einem warmen Bauch oder einem offenen Herzen.
Je tiefer du in deine Wahrnehmung eintauchst, desto mehr dehnt sich dieses Gefühl aus. Dein Körperbewusstsein erwacht.
Die Rolle deines Nervensystems
Hier liegt ein entscheidender Schlüssel, der oft übersehen wird: Intuition braucht Entspannung.
Wenn du entspannst, reguliert sich dein Nervensystem. Nur wenn dein Nervensystem im „grünen Bereich“ ist, ist es in der Lage, feine Impulse aufzunehmen und zu verarbeiten. Ein angespanntes System ist im Überlebensmodus – da ist kein Platz für das sanfte Flüstern der Intuition.
Der Blockademechanismus: Deine „innere Härte“
Was schmeißt uns nun immer wieder aus diesem entspannten Zustand raus? Es ist eine Form von innerer Härte.
Frage dich einmal ganz ehrlich:
- Wie gehst du mit dir um, wenn Dinge nicht so laufen wie geplant?
- Verurteilst du dich selbst?
- Glaubst du, du musst noch härter an dir arbeiten, dich noch mehr anstrengen?
Diese Härte begegnet mir oft in meiner Arbeit, sogar in der Pferdeausbildung, wo Tiere schon früh Leistung bringen müssen. Wir Menschen übertragen diesen Druck oft unbewusst auf uns selbst. Wir leben in einer Dauerschleife aus Deadlines, Erwartungen und Leistungsdruck.
Wichtig: Dieser Druck erzeugt körperliche Anspannung – Nackenschmerzen, ein Gefühl wie ein „Brett“ zu sein. Diese physische Härte kappt die Leitung zu deiner Intuition.
Woher kommt dieser Leistungsdruck? (Der Blick auf die Ahnen)
Vielleicht fragst du dich, warum es uns so schwerfällt, einfach mal lockerzulassen. Die Antwort liegt oft in unserer Geschichte.
Wir sind körperliche Produkte unserer Eltern und Großeltern. Unsere Zellen tragen Informationen und Erfahrungen der vorangegangenen Generationen in sich. Unsere Vorfahren mussten Unglaubliches leisten – oft ging es ums nackte Überleben, besonders in Kriegs- und Nachkriegszeiten. Ihre Strategie war: Leisten, um zu überleben.
Diese Energie („Ich muss etwas tun, um sicher zu sein“) steckt noch heute in unseren Systemen. Damals war keine Zeit für Entspannung. Heute leben wir in einer anderen Zeit, doch das alte Muster läuft weiter.
Die moderne Falle: Digitale Dauerbeschallung
Zu diesem ererbten Stress kommt unsere heutige Lebensweise. Wie viel Zeit verbringst du am Handy, auf Social Media, lässt dich beschallen? Auch das hält dein Nervensystem in ständiger Anspannung.
Wenn du „alte“ Überlebensmuster mit moderner Reizüberflutung kombinierst, ist es fast unmöglich, einen klaren Zugang zur Intuition zu finden.
Zurück zur Verbindung: Milde statt Härte
Wie kommst du da wieder raus? Es reicht nicht, einmal kurz eine Übung zu machen und das Thema „abzuhaken“. Intuition ist ein Weg, kein Ziel.
3 Schritte für mehr Verbindung:
- Erkenne den Mechanismus: Werde dir bewusst, wenn du wieder in die Härte, die Selbstverurteilung oder den Druck rutschst.
- Übe Milde: Lächle innerlich über dich, wenn du merkst: „Ah, da ist das Muster wieder.“ Sei sanft zu dir.
- Balance finden: Es geht nicht darum, Leistung zu verteufeln. Wir brauchen einen gesunden Ausgleich zwischen Anspannung (Handlung) und Entspannung (Empfangen).
Fazit: Dein Körper ist dein Kompass
Je entspannter dein Nervensystem ist, desto mehr kannst du das Leben wirklich empfangen und dich von deinem inneren Kompass lenken lassen. Nimm das Tempo raus. Erlaube dir Pausen. Dein Körper ist das Instrument, das dir den Weg zeigt.
Hat dir dieser Impuls geholfen?
Wenn du tiefer in das Thema eintauchen möchtest, hör dir gerne die vollständige Podcast-Folge an. Ich freue mich riesig, wenn du mir auf Spotify oder Apple Podcasts eine 5-Sterne-Bewertung hinterlässt – damit unterstützt du mein Wirken sehr.
Lass es dir gut gehen und sorge gut für dich!
Deine Mareen



